LESUNG

 

Mo 11.12. | 18 Uhr | Rathaus Schöneberg, Verwaltungsbücherei

„Der Schneebantu“

Auf den Spuren eines Neubeginns im südlichen Afrika

Jürgen Heinzelmann liest Auszüge aus seinem noch unveröffentlichten Buch

Der Autor Jürgen Heinzelmann, 1938 geboren in Frankfurt a.M., verbrachte seine Kindheit in Oberhessen und die spätere Gymnasialzeit in Hamburg. Angetrieben von Abenteuerlust, wanderte er 1964 aus Deutschland aus und fand sich durch Vermittlung eines Freundes mehr oder weniger zufällig auf einer Rinderfarm im damaligen Südwestafrika, dem heutigen Namibia, wieder. Land und Leute gefielen ihm auf Anhieb so, dass er blieb. Seine beiden Söhne Gerhard und Dirk motivierten ihn, einige seiner Erlebnisse in einem Buch festzuhalten.

Eine Veranstaltung von „Ausländer mit uns“, Verein zur Förderung interkultureller Begegnungen e.V. in Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten

 

Mi 29.11. | 19 Uhr | Schöneberg Museum

Meine Lehrerin Dr. Dora Lux

Lesung und Gespräch mit Hilde Schramm

Sie war die erste deutsche Jüdin, die ich bewusst wahrnahm“, sagt Hilde Schramm über ihre Geschichtslehrerin in Heidelberg, Dr. Dora Lux. Für die Tochter des Architekten Albert Speer war das „wenige Jahre nach der Shoa eine aufwühlende Erfahrung.“

Durch Hilde Schramms Leben zieht sich das Bemühen, zur Bearbeitung der NS-Vergangenheit beizutragen. Sie setzt sich für die Opfer des Nationalsozialismus ein, ist Mitbegründerin der „Stiftung Zurückgeben“ und erhielt 2004 den Moses- Mendelson-Preis für ihr Lebenswerk.

Ihr Buch über Dora Lux (1882–1959) ist eine persönliche Annäherung an eine unangepasste Frau, die als eines der ersten Mädchen in Berlin Abitur machte und in Altphilologie promovierte. In der Weimarer Republik unterrichtete Dora Lux bis zu ihrer Entlassung 1933 am Lette-Haus. „Sie bot der Welt, wenn nötig, die Stirn, in ruhiger Selbstverständlichkeit.“

Eine Veranstaltung des Schöneberg Museums

 

Do 30.11. | 19 Uhr | Schöneberg Museum

Das Singen der Sirenen

Michael Wildenhain liest aus seinem neuen Roman

Im Londoner East End hat niemand auf den Literaturwissenschaftler Jörg Krippen aus Berlin gewartet. Die Kleidung vom Nieselregen durchweicht, sucht er nach einer Klingel, als eine junge Frau indischer Abstammung ihn anspricht: „You look so lost“. Sie selbst ist in Brixton aufgewachsen und forscht im Bereich neuer Reproduktionstechnologien. Krippen verliebt sich rasch und heftig – und belügt sie, was seine Familie und seine linke politische Vergangenheit betrifft. Auch sie ist nicht ehrlich und verschweigt, dass sie vor Jahren als Austausch-schülerin in Berlin war. Es entspannt sich eine leidenschaftliche Liebesgeschichte. Doch ihre ungewöhnliche Liebe wirft Fragen nach dem Verhältnis von Geistes- und Naturwissenschaft auf.

Michael Wildenhain ist 1958 in Berlin geboren, wo er auch heute lebt. Nach einem Philosophie- und Informatikstudium engagierte er sich in der Hausbesetzerszene – Stoff u.a. für seine ersten literarischen Veröffentlichungen. Zuletzt erschienen die Romane „Russisch Brot“, „Träumer des Absoluten“ und „Das Lächeln der Alligatoren“ (nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015). „Das Singen der Sirenen“ steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017.

Eine Veranstaltung des Schöneberg Museums